Goethe-Gesellschaft Ludwigsburg

ortsvereinigung der goethe-gesellschaft in weimar

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Goethe-Gesellschaft-Ludwigsburg

Jahresprogramm 2016


SONNTAG, 17. JANUAR 2016
17 UHR – NEUJAHRSEMPFANG
Staatsarchiv Ludwigsburg (Arsenalplatz)


„Es ist an der Zeit!“

Lisa Kraus liest die schönsten Szenen aus "Goethes Märchen von der grünen Schlange und der schönen Lilie" - und mit den zarten Klängen ihrer Violine führt Katharina Wibmer ein in das Traumreich des geheimnisvollen Geschehens.

In seinem Märchen beschreibt Goethe in wunderschönen Bildern, wie der strebende Mensch durch eigene Verwandlungskraft die innere Freiheit erlangt und reagiert damit auf Schillers „Briefe über die ästhetische Erziehung des Menschen“.


FREITAG, 19. FEBRUAR 2016
19 UHR – VORTRAG
Staatsarchiv Ludwigsburg (Arsenalplatz)

Goethe und Baruch de Spinoza
„Sein Geist – viel tiefer und reiner als der meinige“


Dr. jur. Dr. h.c.mult.
MANFRED OSTEN

Jurist und Kulturhistoriker, Bonn


Manfred Osten ist bekannt durch viele TV-Interviews, die weite Themenfelder über-spannen wie zum Beispiel über Leibniz, China, Alexander der Große, Rossini, Mozart und Beethoven, Goethe, Bismarck, Napoleon und Alexander von Humboldt.

Außerdem schreibt er Aufsätze und Rezensionen u.a. für die „Frankfurter Allgemeine Zeitung“, DIE ZEIT, die „Süddeutsche Zeitung“, die „Neue Zürcher Zeitung“ und DIE WELT. Seine Tätigkeit im Auswärtigen Amt führte ihn an die Botschaften von Paris, Kamerun und Tschad, nach Budapest, Melbourne und Tokio.

Der Vortrag soll auf die Aktualität des goetheschen Spinozaverständnisses für das 21. Jahrhundert hinweisen, denn den von seiner eigenen jüdischen Gemeinde exkommunizierten großen Amsterdamer Philosophen des 17. Jahrhunderts hat Goethe nicht nur tief verehrt, er hat in ihm schon vor 200 Jahren die Gegenwelt der Haupttendenzen der Moderne erkannt, die wir heute erfahren als rasenden Stillstand und als die Zerstörung der Natur unseres Planeten.


FREITAG, 01. APRIL 2016
19 UHR – VORTRAG
Staatsarchiv Ludwigsburg (Arsenalplatz)

„Streben und Liebe als spinozistische Motive in Goethes Faust-Szenen Prolog im Himmel und Bergschluchten“

Dr. Philipp Restetzki (Chemnitz)
Germanist / Philosoph

„Es irrt der Mensch so lang er strebt“. Diese Worte des Herrn im Prolog im Himmel finden ihr Echo in der Bergschluchten Szene am Schluss des "Faust": „Wer immer strebend sich bemüht / Den können wir erlösen“. Die Gegenüberstellung des Strebens und der erlösenden Liebe weist auf Goethes intensive Beschäftigung mit dem lange als Atheist geschmähten Philosophen Baruch de Spinoza hin, dessen Hauptwerk "Ethica" auf diesen Begriffen gründet.

Nach dem äußerst bemerkenswerten Vortrag von Dr. Manfred Osten (Bonn) über das Verhältnis von Goethe und Spinoza am 19. Februar wird der Vortrag von Dr. Philipp Restetzki verdeutlichen, dass die in beiden genannten Werken verwendeten zentralen Motive „Streben“ und „Liebe“ eine neue Beurteilung der Erlösung Fausts ermöglichen kann.

Text über den Referenten folgt …


FREITAG, 06. MAI 2016
19 UHR – VORTRAG
Staatsarchiv Ludwigsburg (Arsenalplatz)

„Frei wie Wolken, fühlt was Leben sei!“
Wolken als Sinnbild bei Goethe
Martin Blum
Germanist aus Bayreuth

Im Vortrag wird Goethe als Wolkenforscher und Wolkenpoet vorgestellt. Es wird vor allem gezeigt, dass die Wolken bei Goethe Sinnbild des Göttlichen, der Liebe, der Inspiration, der Poesie und der Sorge sind.

Martin Blum ist Germanist und studierte an der Universität Bayreuth. Er ist Beiträger des 5. internationalen Essay-Wettbewerbs der Goethe-Gesellschaft in Weimar 2015.

Mitgliederversammlung
Freitag, 27. Mai 2016 – 18 Uhr
Rathaus-Pavillon Ludwigsburg
(Rathausplatz)

(Hierzu folgt eine gesonderte Einladung.)


FREITAG, 17. JUNI 2016
17 Uhr – Ludwigsburg Museum im MIK
stellen wir unseren Ludwigsburger Lesebogen Nr. 4 vor!

„Georg Friedrich Schmoll – ein Porträtist Goethes!“

Der neue Lesebogen ist einem weiteren Sohn unserer Stadt gewidmet, dem bekannt und dennoch seither unbekannten, am 18. Juni 1751 in Ludwigsburg geborenen Zeichner und Kupferstecher Georg Friedrich Schmoll.

Im Sommer 1774 begleitete Schmoll Goethe, Lavater und Basedow auf der Lahnreise und zeichnete dabei Porträts für Lavaters „Physiognomische Fragmente“.
Wir meinen, dass auch dieser Ludwigsburger Sohn es verdient hat, neu gewürdigt und vor dem Vergessen bewahrt werden sollte,

(Hierzu folgt eine gesonderte Einladung.)


SONNTAG, 28. AUGUST 2016
GEBURTSTAGSFEIER
Zum 267. Wiegenfest Goethes
im Haus der Freimaurerloge Ludwigsburg,
Asperger Straße 37.

Eingeladen haben wir den Elsässer Michel Biehler, der uns mit seinem Akkordeon in die Welt der französichen Musette und Chansons „verführen“ wird.


SONNTAG; 09. OKTOBER 2016
9. Literaturfest der Stadt Ludwigsburg
Unser Beitrag: Informationsstand im Großen Saal des Kulturzentrums. Louis von Klipstein, Schauspieler / Akademie für Darstellende Kunst, Ludwigsburg liest Was Goethe aus Italien an Charlotte von Stein schrieb: „Immer frisch auf Traumglück auszugehen“

FREITAG, 18. NOVEMBER 2016
19. UHR - LICHTBILDERVORTRAG

Staatsarchiv Ludwigsburg (Arsenalplatz)

„Nie habe ich mein daseyn so sehr gefühlt, als in diesem Moment. Ich fand mich nun zu Rom; was konnte mir noch fehlen!“

„Herzogin Anna Amalia von Weimar in Rom und Neapel

Peter Petersen
StDir. i. R.
Goethe Gesellschaft Kiel


1788 begab sich Anna Amalia mit beinah fünfzig Jahren auf eine zweijährige Italienreise, was für Frauen ihres Standes damals nicht üblich war. Auf dem Weg nach Rom begleiteten sie ihre Hofdame Luise von Göchhausen, ihr Kammerherr von Einsiedel und ein Arzt. Herder schloss sich in Rom der kleinen Reisegruppe an.

Das Bildnis zeigt Herzogin Anna Amalia während ihres Italienaufenthaltes vor der antiken Kulisse Roms und umgeben von den Attributen ihrer Kunstliebhaberei. Die europaweit gefeierte Künstlerin Angelika Kauffmann stellte ihre Auftraggeberin in der Rolle der Musenfreundin dar und zählte selbst zum Kreis der Künstler, die die Herzogin in Rom um sich versammelte. Im Römischen Haus zierte das Porträt den vornehmsten Raum des Gebäudes, den sogenannten Blauen Salon.

Text über den Referenten Petersen folgt ...


Vorstand:
Monika Charlotte Schopf-Beige
(Vorsitzende)
RA Hans-Jürgen Bader
Dr. med. Manfred Mayle
Hans Nagel

Vorstandsbeirat:
Hannelore Bopp
Wolfgang Mönikes

Schatzmeisterin:
Dorothea Charlotte Burkhardt

Öffentlichkeitsarbeit:
Michael Amadeus Schopf

Organisation:
Christel Rabe

Wenn Sie unsere Arbeit durch Ihre Mitgliedschaft unterstützen wollen, dann wenden Sie sich bitte an die

Goethe-Gesellschaft Ludwigsburg e.V.
Alt-Württemberg-Allee 9
71638 Ludwigsburg
 07141 - 92 31 31


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www.goethegesellschaft-ludwigsburg.de


Der im Januar eines Jahres fällige Mitgliedsbeitrag beträgt € 40,--. Mitgliedsbeiträge und Spenden sind steuerlich absetzbar.

Unsere Bankverbindung: Kreissparkasse Ludwigsburg:
IBAN: DE04604500500030083846
BIC: SOLADES1LBG


GOETHE-GESELLSCHAFT LUDWIGSBURG

Veranstaltungen 2015

Noch ist es Tag,
da rühre sich der Mann!
Die Nacht tritt ein,
wo niemand wirken kann.*


Johann Wolfgang von Goethe
West-östlicher Divan – Buch der Sprüche

* Den diesjährigen Jahresspruch sandte uns unser Ehrenmitglied Prof. Katharina Mommsen aus Palo Alto in Kalifornien mit der Bemerkung:
„... mein Mann (Momme Mommsen) und ich hatten diesen Zweizeiler während der gemeinsamen der Goetheforschung gewidmeten Jahre an der Deutschen Akademie der Wissenschaften in Berlin an der Wand hängen – solange ich lebe, soll er mein tägliches Motto sein.“



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