Goethe-Gesellschaft Ludwigsburg

ortsvereinigung der goethe-gesellschaft in weimar

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Goethe-Gesellschaft-Ludwigsburg

Rückblick auf unsere Veranstaltungen und das Jahresprogramm 2015

SONNTAG, 18. JANUAR 2015
17 UHR – NEUJAHRSEMPFANG
Staatsarchiv Ludwigsburg (Arsenalplatz)

„... triffst du nur das Zauberwort“

Die Kunst der Romantik
Lesungen: Lisa Kraus
Violine: Katharina Widmer



FREITAG, 27. FEBRUAR 2015
19 UHR – VORTRAG
Staatsarchiv Ludwigsburg (Arsenalplatz)

Goethe und Richard Strauss -

- die griechischen Germanen

Hans-Jürgen Bader
Vorstand
Goethe-Gesellschaft Ludwigsburg


FREITAG, 27. MÄRZ 2015
19 UHR – VORTRAG
Staatsarchiv Ludwigsburg (Arsenalplatz)

Warum Goethe sein Leben lang Opern schrieb – von „Erwin und Elmire“ bis zum Faust-Libretto.

Dr. habil. Tina Hartmann
Dramaturgin und Literaturwissenschaftlerin
Stuttgart


FREITAG, 24. APRIL 2015
19 UHR – VORTRAG
Staatsarchiv Ludwigsburg (Arsenalplatz)

„Das Bier in Weimar ist wirklich gut“ Goethe und Heinrich Heine

Dr.Christian Liedtke
Goethe-Gesellschaft Düsseldorf



Die diesjährige Mitgliederversammlung der Goethe-Gesellschaft Ludwigsburg findet am

Mittwoch, 20. Mai 2015 - 18 Uhr

im Staatsarchiv Ludwigsburg (Arsenalplatz) statt.

Nach der MV folgt der TV- Film (BR)

– „Goethe oder Das Glück ist immer anderswo“

mit anschließender Diskussion: Wie kann man das Eigentempo seines Lebens bewahren bzw. besser selber bestimmen.


Die diesjährige Jahrestagung der Vorstände der deutschen Goethe-Gesellschaften findet vom 15. Mai bis 17. Mai 2015 in Hannover statt.


Die diesjährige Mitglieder-Hautptversammlung der internationalen Goethe-Gesellschaft in Weimar mit Wissenschaftlichem Kongress unter dem Motto

„Goethe und die europäische Romantik“

findet vom 27. Mai bis 31. Mai 2015 in Weimar statt.


STUDIENREISE

Auf Goethes Spuren in Leipzig

vom 19. bis 22. Juni 2015

„Einer Stadt kann kein größeres Glück begegnen, als wenn mehrere im Guten und Rechten gleichgesinnte, schon gebildete Männer daselbst nebeneinander wohnen. Diesen Vorzug hatte Leipzig.“
Goethe.

Vieles stürmt auf den 16-jährigen Goethe in der attraktiven Messestadt Leipzig ein:
Oeser und Winckelmann - Gellert und Behrisch – Annette und die Laune eines Verliebten. - Die Große Feuerkugel und Auerbachs Keller -
Verleger
Breitkopf und das Theater - und anderes mehr. (Monika Schopf-Beige)
Aber auch bedeutende Musiker haben eine Spur – eine Notenspur – durch Leipzig gezogen: Telemann und Bach - Mendelssohn und die Schumanns – Mahler und Wagner und andere mehr (Hans-Jürgen Bader)


SONNTAG, 30. AUGUST 2015

GEBURTSTAGSFEIER

zum 266. Wiegenfest Goethes im Haus der Freimaurerloge Ludwigsburg, Asperger Straße 37. Nach dem festlichen Menue führen Monika Schopf-Beige und Hans-Jürgen Bader ein in das ganz besondere Verhältnis zwischen „Goethe und Felix Mendelssohn-Bartholdy (mit Musikbeispielen).


MITTWOCH, 23. SEPTEMBER 2015
Tagesfahrt nach Frankfurt am Main mit Führungen durch das Goethe-Haus und Goethe-Museum sowie Besichtigung der Dauer- und Sonder-Ausstellungen.
Ein Bummel über den Römerberg ist obligatorisch!


SONNTAG, 18. OKTOBER 2015
8. Literaturfest der Stadt Ludwigsburg
Unser Beitrag: Lesungen zum Thema „Menschen und Werke im Zeitalter Goethes“: Informationsstand


FREITAG, 30. OKTOBER 2015
19 UHR – VORTRAG
Staatsarchiv Ludwigsburg (Arsenalplatz)


FREITAG, 27. NOVEMBER 2015
19 UHR – VORTRAG
Staatsarchiv Ludwigsburg (Arsenalplatz)

„Goethe im Kontext der Romantik“ N.N.


Eintrittspreis für Vorträge und Filmvorführungen: 5,-- Euro (Mitglieder: 3,-- Euro)
Schüler und Studenten haben freien Eintritt.

Das Staatsarchiv Ludwigsburg befindet sich am Arsenalplatz, Nähe Schillerplatz,
5 Gehminuten vom Hauptbahnhof Ludwigsburg entfernt.



Rückblick auf unsere Veranstaltungen und das Jahresprogramm 2014

FREITAG, 24. JANUAR 2014, 19 UHR
VORTRAG
Staatsarchiv Ludwigsburg (Arsenalplatz)


Teuflisch gut:

Goethes "Faust" im Musical Von den Anfängen (1973) bis zur Gegenwart Der Vortrag bietet erstmals eine neue Sicht auf Goethes „Hauptgeschäft“, in der die Musik dominiert. Durch den Einsatz markanter Musikbeispiele und sehenswerter Videosequenzen wirkt der Beitrag spannend, informativ und kurzweilig.

Dr. phil. Bernd Mahl
Vorsitzender der Goethe-Gesellschaft Stuttgart



FREITAG, 28. FEBRUAR 2014 19 UHR
VORTRAG
Staatsarchiv Ludwigsburg (Arsenalplatz)


„Ein Besuch, der nie stattfand“ -

Schiller, Schubart und die Festung Hohenasperg.
„Wem man mit eiskalter Hand ins Herz greift, und es ihm quetscht, das blutige Tropfen in beeden Augenwinkeln hangen, dem ist's nicht banger als mir.“ So beschreibt der Journalist, Dichter und Musiker Christian Friedrich Daniel Schubart (1739-1791) seine Situation, als er 1777 ins „Loch“ geworfen wird. Und noch viele politische Gefangene folgten Schubarts Weg ins „Staatsverließ“. Der Berg, der sogenannte „Demokratenbuckel“, wurde zum Symbol der Unterdrückung. Doch der Gefangene durfte Besucher empfangen, unter ihnen auch im November 1781 den jungen Friedrich Schiller. Das ist die Meinung der Chronisten – unser Vortragsreferent weiß darüber jedoch ganz anderes zu berichten!
Wolfram Müller Ehem. Leiter des Justizvollzugs- krankenhauses Hohenasperg



FREITAG, 28. MÄRZ 2014 18 UHR
FILMVORFÜHRUNG
Staatsarchiv Ludwigsburg (Arsenalplatz)


„Goethe in love“ (2010)

Der Regisseur Philipp Stölzl (*1969) nahm Goethes ersten, autobiographischen Roman, „Die Leiden des jungen Werther“ zum Anlass, mit viel künstlerischer Freiheit das Leben des jungen Praktikanten im Jahr 1772 am Reichskammergericht in Wetzlar zu verfilmen, bevor er der große Dichter, Wissenschaftler und Staatsmann wurde, den wir heute kennen. Der Produzent des Films, Chritsoph Müller, weist ausdrücklich darauf hin, dass der Film sich an den Filmen Amadeus und Shakespeare in Love orientiert, In allen drei Filmen werden weltberühmte Künstler in ihrer „Sturm und Drang“- Phase dargestellt. In den Hauptrollen: Alexander Fehling als Goethe Miriam Stein als Lotte Buff Moritz Bleibtreu als Hofrat Kestner Kurze Einführung in Werk und Film: Monika Schopf-Beige Vorsitzende der Goethe-Gesellschaft Ludwigsburg



FREITAG, 11. APRIL 2014 19 UHR
VORTRAG
Staatsarchiv Ludwigsburg (Arsenalplatz)


„Goethe und das Reichskammer-Gericht in Wetzlar“

Georg Schmidt-von Rhein Georg Schmidt-von Rhein war Präsident des Landgerichts Darmstadt. Er ist Gründer und Vorsitzender der Gesellschaft für Reichskammergerichtsforschung e.V. in Wetzlar Auf Anraten und und auch auf Drängen seines Vaters weilte Goethe vom 10. Mai bis zum 11. September 1772 in Wetzlar, um seine juristische Ausbildung am dortigen Reichskammergericht zu vervollständigen. Der Vortrag beschäftigt sich mit der Frage, welchen Ambitionen Goethe in Wetzlar nachgegangen ist und welche Ereignisse diese Zeit seines Lebens geprägt haben. „Die Leiden des jungen Werther" sind weltbekannt geworden. Durch welches Ambiente Goethe zu diesem literarischen Werk animiert wurde ist jedoch ebenso geheimnisumwittert wie die Funktion, welche das Reichskammergericht in jener Zeit ausübte und welche Folgen dies für das Heilige Römische Reich Deutscher Nation hatte. Für den damals fast 23 jährigen Rechtspraktikanten jedenfalls nahm der Wetzlarer Aufenthalt einen ganz anderen Verlauf, als er ihn sich vorgestellt hatte.



FREITAG, 2. MAI 2014


TÜBINGER DICHTERSTÄTTEN
Auf den Spuren von Hölderlin, Hegel & Co.

unter der Leitung von Andreas Rumler
Autor & Journalist
Goethe-Gesellschaft Köln

Es folgt eine gesonderte Einladung mit ausführlichem Programm und Anmeldeformular.
(Per email anzufordern ab 01.03.14)

Die diesjährige Mitgliederversammlung der Goethe-Gesellschaft Ludwigsburg findet am Montag, 16. Juni 2014 statt.

Die Arbeitstagung der Vorstände der deutschen Goethe-Gesellschaften
findet vom 29. Mai bis 1.Juni 2014 in Hamburg statt.
Das Staatsarchiv Ludwigsburg befindet sich am Arsenalplatz, Nähe Schillerplatz, 5 Gehminuten vom Hauptbahnhof Ludwigsburg entfernt.



FREITAG, 29. AUGUST 2014


Geburtstagsfeier zum 265. Wiegenfest Goethes
17 UHR im Haus der Freimaurerloge - Ludwigsburg, Asperger Straße 37


Nach dem in bewährt hervorragend von Herrn und Frau Vogel zubereiteten „Geburtstagsmenue“ mit anschließendem „köstlich-buntem“ frischem Früchte-Buffet wird Herr Bader dieses Mal zu dem geheimnisvollen Thema: Goethes Beziehung zur Sphärenharmonie (Tonarten und Sternzeichen) mit Musikbeispielen geben und am Schluss noch einmal die Vertonung des „chorus mysticus“ (Faust, 2. Teil) aus Gustav Mahlers „Sinfonie der Tausend“ (8. Sinfonie) zu Gehör bringen, das ein ganz besonderes Erlebnis zu werden verspricht.

Es erfolgt eine gesonderte Einladung an die Mitglieder und Freunde der Goethe-Gesellschaft Ludwigsburg




FREITAG, 29. SEPTEMBER 2014


19 UHR
VORTRAG
Staatsarchiv Ludwigsburg (Arsenalplatz)

„Man möchte sich fürchten, das Haus fiele ein“ -.Goethe und die 'absolute' Musik.


Goethes Verhältnis zur Musik scheint ambivalent, gelegentlich gar ablehnend zu sein. „Man möchte sich fürchten, das Haus fiele ein“ – so zur Orchestermusik Beethovens. Genauere Lektüre aber zeigt: das Goethewort, das Felix Mendelssohn überliefert hat, liest man es im Kontext der musikalischen Wirkungslehre der Zeit, ist ein Zeugnis tief empfundener Erschütterung durch „absolute Musik“, wie sie sich in der klassisch-romantischen Symphonie epochal ausgebildet hatte. Auch in Goethes Biographie verdient dieser musikalische Aspekt angemessener Beachtung. Wollte schon der junge Goethe das Cellospiel „etwas stärker“ betreiben, so lässt sich der „alte Goethe“, belehrt vom jungen „Felix“ die damals modernste Musik der großen „Techniker“ nahe bringen. Er gibt dieser musikalischen Grunderfahrung Ausdruck im Gedicht, bis in die Tränen der „Marienbader Elegie“ , wie auch im „opernhaften“ „Zweiten Teil“ des „Faust“ mit der Vorschrift „vollstimmiger Musik“ in der Helena-Szene.

Prof. Dr. Helmut Schanze
Germanist und Medienwissenschaftler
Vorsitzender der Goethe-Gesellschaft Aachen




MITTWOCH, 29. OKTOBER 2014

19 UHR
VORTRAG
Staatsarchiv Ludwigsburg (Arsenalplatz)

Warum Goethe sein Leben lang Opern schrieb -von „Erwin und Elmire“ bis zum Faust-Libretto.


Es gibt wohl kaum einen Bereich, in dem das Universalgenie Goethe nicht tätig war. Daher muss nicht überraschen, dass auch das Feld der Operntexte von Goethe beackert wurde. Doch selbst vielen Kennern - von der Goethe-Forschung ganz zu schweigen - ist die Tragweite des Goetheschen Librettoschaffens noch verborgen: Denn Operntexte umspannen das gesamte Goethesche Lebenswerk. Auch wenn Goethe keinen kongenialen Komponisten für sie fand ("Mozart hätte den Faust vertonen müssen"), konnte nur an ihnen jene Formenvielfalt und Dramaturgie entwickelt werden, die sein dramatisches Hauptwerk bestimmen: Die Faustdichtung.

Dr. habil. Tina Hartmann
Dramaturgin und Literaturwissenschaftlerin




FREITAG, 28. NOVEMBER 2014
19 UHR
VORTRAG
Staatsarchiv Ludwigsburg (Arsenalplatz)


Goethes „Das Märchen“ - von der schönen Lilie und der grünen Schlange


Hugo von Hofmannsthal deutet Goethes Märchen als „Träume,m die aus einer wunderbar erfüllten Seele heraustreten ...“ Die Vortragsreferentin stellt die absolute Sonderstellung des Märchens im Gesamtwerk Goethes heraus und unterstreicht, dass Goethe es selbst in Anlehnung an das Johannis-Evangelium als seine „Offenbarung“ bezeichnet hat, von dem der „Erzähler“ selbst sagt, dass es „an nichts und an alles erinnert“.
War doch für Goethe die Märchendichtung die Urform der Poesie, durch die er sein innerstes Erleben zum Ausdruck bringen konnte.

Eintrittspreis für Vorträge und Filmvorführungen: 5,-- Euro Schüler und Studenten haben freien Eintritt.


Rückblick auf unsere Veranstaltungen und das Jahresprogramm 2013

SONNTAG, 2O. JANUAR 2013 17 UHR – STAATSARCHIV LUDWIGSBURG

„Trunken müssen wir alle sein“

Neujahrsempfang

Rebe und Wein im Leben Goethes. Eine Auslese.

Dr. Rolf Breuer
Fernsehredakteur, Kabarettist, Rezitator, -

Seit 25 Jahren Trainer & Coach im Fernsehen sowie im Management, zahlreiche Bühnen- und TV-Auftritte.
Genießen Sie mit Dr. Rolf Breuer eine Wanderung durch die Weinstraße des Goetheschen Lebens und erfahren Sie etwas über seine Trinkgewohnheiten, seinen wechselnden Weinverbrauch, seine häusliche Ökonomie und die eigenen Versuche mit dem Weinbau.
Goethe wuchs sozusagen mit dem Wein auf, da die Eltern über einen eigenen Weinberg und einen wohlausgestatteten Weinkeller verfügten. Nach einem übermütigen Genuss in der Studentenzeit und den ersten Weimarer Jahren schätzte er in den reiferen Jahren am Wein vor allem seine inspirierende Kraft und die mit ihm verbundene Geselligkeit, setzte ihn aber auch als Medizin und für repräsentative Zwecke bei der Führung seines großen Hauses ein.
Um stets wohlversorgt zu sein, bezog Goethe bei zahlreichen Händlern Wein sowohl in Fässern als auch Weine von besonderer Herkunft oder herausragenden Jahrgängen in „Bouteilles“ (Flaschen). Über die Ein- und Ausgänge wurde in einem Kellerbuch sorgfältig Rechenschaft abgelegt, so dass man sich auch heute noch ein gutes Bild davon machen kann, welche Weine Goethe getrunken hat. „Es liegen im Wein allerdings produktivmachende Kräfte sehr bedeutender Art...“ Goethe am 11. März 1828 zu Eckermann



FREITAG, 22. MÄRZ 2013 19 UHR – STAATSARCHIV LUDWIGSBURG

Festvortrag zum 15jährigen Bestehen der Goethe-Gesellschaft Ludwigsburg

„Zwischen Rationalität und Mystik – Goethes unbeirrbarer Weg in die Zukunft“.

Dr. Walter Kugler Prof. of Fine Art – Oxford University – Politologe und Literaturwissenschaftler Was haben der Philosoph Ludwig Wittgenstein, der Künstler Joseph Beuys und der Quantenphysiker Henri Bortoft gemeinsam? Es ist ihr intensives Goethe-Studium und die daraus erwachsene Liebe zu dem großen Universalisten. Mag mancher dies als Rückwärtsgewandtheit deuten, so gibt es derzeit genügend Anzeichen, die für die Gegenrichtung sprechen. So wird inzwischen – Tendenz steigend – auch von hochkarätigen Quantenphysikern und Hirnforschern in Frage gestellt, ob alles das, was gegenwärtig im Gewande der Wissenschaft daherkommt, plausibler, exakter oder wahrheitsgemäßer ist als die bisweilen kryptischen Überlieferungen früherer Zeiten. Und immer mehr bahnt sich die Einsicht den Weg, dass das, was von den großen Mystikern, Okkultisten, Alchemisten und Dichtern längst vergangener Tage erforscht und bisweilen hymnisch beschrieben wurde, letztlich ein wesentliches Antriebspotential für die heutigen Wissenschaften ist. In der Kunst hat sich diese Erkenntnis schon lange durchgesetzt. Aus der Sicht Goethes gibt es da nur eine Schlussfolgerung: Es musste einmal so kommen, denn «man kann in den Naturwissenschaften über manche Probleme nicht gehörig sprechen, wenn man die Metaphysik nicht zu Hilfe ruft.» Goethe war nicht nur in seiner Zeit, sondern ist in der Zukunft angekommen, denn es steht außer Frage: «Rationalität und Mystik sind die Pole der Zeit» (Robert Musil). Letztlich ist dies eine Erfahrung, die jeder aus seinem alltäglichen Leben kennt. Prof. Walter Kugler studierte Musik, Erziehungswissenschaft und Politologie, promovierte und lehrte an der Universität zu Köln und anderen wissenschaftlichen Institutionen und war von 2003 bis 2011 Leiter des Rudolf-Steiner-Archivs in Dornach bei Basel sowie Co-Kurator zahlreicher Steiner-Ausstellungen im In- und Ausland. Seit 2008 ist er Professor of FineArt an der Brookes University in Oxford.



FREITAG, 26. APRIL 2013 19 UHR –STAATSARCHIV LUDWIGSBURG

Filmvorführung

Goethes Faust


Regie: Gustav Gründgens (1960)
Will Quadflieg als Faust
Gustav Gründgens als Mephisto
Elisabeth Flickenschild als Frau Marthe


Einführung: Hans-Jürgen Bader
Goethe-Gesellschaft Ludwigsburg


„Ich bin der Geist, der stets verneint“
Dieser Rolle kommt Gustav Gründgens (1899-1963) in seinem Spiel als Mephisto in der Verfilmung des Faust 1 aus dem Hamburger Schauspielhaus beeindruckend nahe.
Zuvor hatte Gründgens den Mephisto über 600 mal schon gespielt, doch in dem Film wirkt er keineswegs abgestumpft oder routiniert.
Diese Inszenierung hat auch nach 40 Jahren nicht an Aktualität oder Wert verloren. Sie ist sehr textnah, zwar an einigen Stellen schnell gesprochen und leicht gekürzt, hilft aber dennoch beim Verständnis des Buches und verzerrt nicht die Handlung des Fausts. Die Verfilmung ist ein Kompromiss aus Bühnentheater und Filmkunst. Das Stück wird mit wenig Requisiten und einem einfachen Bühnenbild aufgeführt, jedoch wechselt auch oft die Einstellung und Position der Kamera, etwa durch Schwenks und Nahaufnahmen, die den Zuschauer als passiven Beobachter direkt auf die Bühne holen und so ein intensiveres Erlebnis der Aufführung als wie bei einem Theaterbesuch vermitteln. ​Der Wissenschaftler Faust, gespielt von Will Quadflieg (1914-2003), befindet sich in einer ​Lebens- und ​Schaffenskrise, die der teuflische Mephisto zum Gegenstand einer Wette mit ​dem Herrn (mit Gott) macht. Er erfüllt Faust alle Wünsche und Träume, jedoch verwettet ​Faust dafür seine Seele an Mephisto. Faust, der durch einen Verjüngungstrank neue Energie ​verspürt, lernt Gretchen, gespielt von Ella Büchi, kennen und verliebt sich in sie. Gretchens ​Liebe und Zutraulichkeit wird ihr zum Verhängnis und Faust muss sie verwirrt und ​gedemütigt ​im Kerker zurücklassen.
In den Hauptrollen die Schauspieler:
Mephisto​ Gustav Gründgens
Dr. Heinrich Faust​ Will Quadflieg
Gretchen​ Ella Büchi
Frau Marthe​ Elisabeth Flickenschild



MONTAG, 6. MAI 2013 - 18 UHR

MITGLIEDERVERSAMMLUNG DER GOETHE-GESELLSCHAFT LUDWIGSBURG e.V.
Wintergarten Restaurant Ratskeller in Ludwigsburg, Wilhelmstraße 13



Die diesjährige Arbeitstagung der Vorstände der deutschen Goethe-Gesellschaften findet vom 09. bis 12. Mai 2013 in Heidelberg statt.



Die diesjährige Mitglieder-Hauptversammlung der Internationalen Goethe-Gesellschaft Weimar findet vom 21. bis 24. Mai 2013 in Weimar .



THEATERFAHRT VOM 22.-24. JUNI 2013 NACH WEIMAR UND SCHLOSS KOCHBERG:

Aufführung des Liebhaber-Theaters Schloss Kochberg:
„Erwin und Elmire“
Ein Singspiel von Goethe aus dem Jahre 1775, 1776 von der Herzogin Anna Amalie von Sachsen-Weimar-Eisenach vertont

"Erwin und Elmire" ist ein Singspiel mit dem Libretto des jungen Goethe. Die erste Fassung wurde am 13. September 1775 in Frankfurt am Main mit der Marchandischen Truppe, die zweite wurde am 10. Juni 1796 von Luise von Göchhausen in Weimar aufgeführt. Das Gedicht „Ein Veilchen auf der Wiese Stand“ aus dem Werk vertonte Mozart im Juni 1785 (KV 476).

Das Singspiel verarbeitet eine konventionelle Romanze aus Goldsmiths "The vikar of Wakefield" (1766, Kap. 8) von der Entzweiung und Wiedervereinigung eines Liebespaares in der damals auf der Bühne beliebten Gattung „ohne großen Aufwand von Geist und Gefühl, auf den Horizont unserer Akteurs und unserer Bühne gearbeitet“ Goethe an Johann Christian Kestner am 25. Dezember 1773

​Die vielumworbene Elmire hat durch gespielte Gleichgültigkeit den sie liebenden Dichter ​Erwin in Verzweiflung gebracht und zur Flucht getrieben und sucht auf den Rat ihres ​Freundes Bernardo Heilung für ihren Kummer bei einem weisen Einsiedler. Sie klagt ihm ihr ​Liebesleid und bekennt sich endlich zu ihrer Liebe zu Erwin.Der Einsiedler ist jedoch Erwin ​selbst, ​der nunmehr an ihre Liebe glauben kann.

IN DEN HAUPTROLLEN DIE SCHAUSPIELER:

Elmire ​Anna Kellnhofer, Sopran
Erwin ​Paul Hormann, Tenor​
Olympia​Barbara Christina Steude, Sopran
Bernardo​Carsten Krüger, Bariton



MITTWOCH, 28. AUGUST 2013, 17 UHR: GEBURTSTAGS-MENUE

zum 264. Wiegenfest Goethes​ im Haus der Freimaurerloge Ludwigsburg, Asperger Straße 37
Das Thema des Abends:
„Goethe und Richard Wagner“, Einführung und mit Musikbeispielen vorgestellt von Hans-Jürgen Bader, Goethe-Gesellschaft Ludwigsburg e.V.

(Geschlossene Gesellschaft)



FREITAG, 27. SEPTEMBER 2013 18 UHR – STAATSARCHIV LUDWIGSBURG

"krankheitsbedingt auf den November verschoben".


FILMVORFÜHRUNG
Goethes "Wahlverwandtschaften"
Regie: Claude Chabrol (1981)
Einführung: Hans Wolfgang Kendzia
Goethe-Gesellschaft Berlin

Der französische Regisseur, Drehbuchautor und Schauspieler Claude Chabrol (1930-2010) setzt den Roman in der TV-Version von 1981 sehr textgetreu und mit opulenter Ausstattung in Szene. Chabrol war einer der wichtigsten Regisseure der französischen Nouvelle-Vague (frz. Neue Welle, eine Stilrichtung, die im französischen Kino der späten 1950er Jahren entstand) und bekannt für seine sozialkritischen Filme über die französische Bourgeoisie.

​Goethes formal geschlossenster, tiefgründigster und vieldeutigster Roman entstand im April ​1807 und war wegen des Entsagungsmotivs zunächst Novelleneinlage in seinem "Wilhelm ​Meisters Wanderjahre" geplant, entwickelte sich jedoch zusehends, auch durch die in den ​ersten Jahren seiner Ehe gemachten Erfahrungen, zu einem 1809 veröffentlichten ​selbstständigen Roman.
​Erzählt wird die Geschichte zweier Paare, die sich ‚über Kreuz‘ verlieben. Der Konflikt ​zwischen Leidenschaft und Vernunft führt ins Chaos und schließlich zu einem tragischen ​Ende.

Der Begriff „Wahlverwandtschaft“ stammt aus der Chemie, wo er das anziehende und abstoßende Verhalten von chemischen Verbindungen beschreibt, indem die stärkere Säure die schwächere aus ihren Salzen verdrängt. Diese Gesetzmäßigkeit wird von Goethe den Schicksalen der beiden Paare unterlegt.

IN DEN HAUPTROLLEN DIE SCHAUSPIELER:

Charlotte ​Stéphane Audran
Ottilie​Pascale Reynaud
Eduardo​Helmut Griem
Der Hauptmann ​Michael Degen



FREITAG, 18. OKTOBER 2013
19 UHR - STAATSARCHIV LUDWIGSBURG

„Goethe ist für mich ein Naturgeschenk“ - Zur Aktualität des Goethe-Verständnisses bei Richard Wagner
Dr. Manfred Osten
Vortragender Legationsrat 1. Klasse a.D.
Generalsekretär der Alexander von Humboldt Stiftung a.D.
​Nietzsches Einsicht, dass Goethe in der Geschichte der Deutschen ein „Zwischenfall ohne ​Folgen“ sei, gilt nicht für Richard Wagner. Vor allem Goethes Fausttragödie ist von ​überragender Bedeutung für das Verständnis der Musikdramen Wagners. Manfred Osten ​wird der zentralen Wirkmächtigkeit unter anderem für Wagners „Tristan“-Oper und der ​unverändert aktuellen Frage der Erlösung der „bleichen Geldseele“ im „Ring des ​Nibelungen“ nachgehen. Gezeigt werden soll auch, dass Wagners „Musiktheater der ​Zukunft“ ohne Goethe als „Prophet“ eines neuen Mythos der Musik nicht denkbar ist.

Dr. Manfred Osten ist vielen von Ihnen bereits bekannt, denn seine 30 TV-Interviews mit dem Moderator Alexander Kluge überspannen weite Themenfelder, so zum Beispiel Leibniz und China, Alexander der Große, Rossini, Mozart, Beethoven, Goethe, Bismarck, Napoleon und Alexander von Humboldt.
Außerdem schreibt er Aufsätze und Rezensionen u.a. für die „Frankfurter Allgemeine Zeitung“, „DIE ZEIT“, „Süddeutsche Zeitung“, „Neue Zürcher Zeitung“ und „Die Welt“ mit Schwerpunkten über Philosophie, Musik, Literatur und das Land Japan.

1969 tritt Manfred Osten in den Auswärtigen Dienst ein, die Arbeit führt ihn an die Botschaften von Paris, Kamerun und Tschad, nach Budapest, Melbourne und Tokio.



FREITAG, 29. NOVEMBER 2013
18 UHR FILMVORFÜHRUNG
Staatsarchiv Ludwigsburg

Goethes "Wahlverwandtschaften"(1981)
Regie: Claude Chabrol
Stéphane Audran als Charlotte
Pascale Reynaud als Ottilie
Helmut Griem als Eduard
Michael Degen als Hauptmann
Einführung: Monika Schopf-Beige
Goethe-Gesellschaft Ludwigsburg

Die Arbeitstagung der deutschen Goethe-Gesellschaften findet vom 9. bis 12. Mai 2013 in Heidelberg statt.


Die diesjährige Mitgliederversammlung der Internationalen Goethe-Gesellschaft in Weimar findet vom 22. bis 24. Mai 2013 statt.
Bitte beachten Sie die geänderten Anfangszeiten bei den Filmvorführungen.

Eintrittspreise für Vorträge: 5,-- Euro

Schüler und Studenten haben freien Eintritt.

Das Staatsarchiv Ludwigsburg
befindet sich am Arsenalplatz, Nähe Schillerplatz, 5 Gehminuten vom Hauptbahnhof Ludwigsburg entfernt Bushaltestelle Arsenalplatz (Buchhandlung Aigner)

Die Goethe-Gesellschaft Ludwigsburg ist eine Ortsvereinigung der Internationalen Goethe-Gesellschaft in Weimar und fühlt sich deren Aufgaben verbunden. Diese sind vorrangig, Leben und Werk Goethes und das seiner Zeitgenossen einer breiteren Öffentlichkeit näherzubringen und ihre kulturelle Bedeutung früher wie heute aufzuzeigen. Darüber hinaus möchte die Goethe-Gesellschaft Ludwigsburg ein Forum der Begegnung von Liebhabern des geschriebenen Wortes allgemein sein, wobei Literaturwissenschaftler und interessierte Laien gleichermaßen willkommen sind.


Der Vorstand:
Monika Charlotte Schopf-Beige
(Vorsitzende)
Hans-Jürgen Bader
Dr. Manfred Mayle
Hans Nagel



© 2013 Goethe-Gesellschaft Ludwigsburg