Neujahrsempfang der Goethe-Gesellschaft Ludwigsburg e.V.
Die Goethe-Gesellschaft Ludwigsburg hat es sich zur Tradition gemacht, ihre Mitglieder und Interessierte zum Neujahrsempfang einzuladen. Der Neujahrsempfang dient vorwiegend der Geselligkeit, richtet sich aber auch an die Interessierten an unseren Veranstaltungen.
Der Vorsitzende Werner Fleig lässt die Veranstaltungen des vergangenen Jahres Revue passieren, dazu werden Bilder von diesen gezeigt. In einem weiteren Block wird das neue Jahresprogramm 2026 vorgestellt. Der Zitherclub Oßweil gestaltet mit einer kleinen Gruppe dieses Mal das musikalische Rahmenprogramm.
Mit einem Sekt oder Wein und einigen Häppchen aus der Hand lassen wir den Abend im gemütlichen Teil ausklingen.
Eintritt für Mitglieder 5,- €, für Gäste 15,- €
Datum: Sonntag, 25.01.2026
Uhrzeit: 16:00 Uhr - 19:00 Uhr
Ort: Musiksaal Goethe-Gymnasium , Seestraße 37, 71638 Ludwigsburg
Anmeldung erforderlich:
telefonisch: +49 (0)7141 901354 (Werner Fleig)
oder per eMail: info@goethegesellschaft-ludwigsburg.de
auch für Interessierte offen.
Wir freuen uns auf Ihr Kommen.
alle weiteren Infos entnehmen Sie bitte der Einladung zum Neujahrsempfang , dem Programm zum Neujahrsempfang und der Information zum Zitherclub Oßweil.
Über Dante Alighieris „Göttliche Komödie“:
In Dantes in den Jahren 1307 bis 1321 im Exil entstandenem Meisterwerk - bis heute das Hauptwerk der italienischen Literatur - geht es um zentrale menschliche Fragen, darunter die nach Liebe und die Freiheit. So bezeichnet Beatrice, Dantes Führerin durch das Paradies, die Freiheit des Willens als wichtigste Gabe, die Gott den Menschen gegeben hat. Und diese Freiheit befähigt auch zur Liebe, die immer auch eine Willensentscheidung darstellt. Liebe durchzieht das ganze Werk in den verschiedensten Formen, als stärkende und verklärende, aber auch als zerstörerische Kraft. Am Schluss wird sie zur umfassenden Liebe Gottes, welche das Universum, «die Sonne und Sterne», bewegt.
Lorenzo Bastida wird an diesem Abend ausgewählte Texte aus den einzelnen Gesängen in der Originalsprache rezitieren (mit deutschen Übersetzungen) und diese kommentierend erläutern. Vom ersten Sonett der Comedia Divina bis zum letzten Gesang des Paradieses kann das Publikum mehrere Beispiele für die außergewöhnliche Kraft von Dantes Poesie hören und erspüren.
Die „gesprochenen Blöcke“ werden von zwei Musikerinnen, Apapat Laoporn, Gitarre, und Bella Kublanova, Renaissance-Flöte, musikalisch ergänzt und miteinander verbunden.
Lorenzo Bastida studierte Philologie an der Universität von Florenz, der Universität Paris VII und in Genf. Er lehrt italienische und französische Literatur, ist Dichter, Übersetzer, Mitglied der Italienische Dante-Gesellschaft und ein anerkannter Theaterinterpret von Dantes Poesie.
weitere Informationen finden Sie in den PDFs
- Liebe und Freiheit in Dantes Göttlicher Komödie und
- Wikipedia-Auszug zur Göttlichen Komödie und
- Eine kurze Begegnung mit Dante von Elisa Griessmeier
Eintritt für Mitglieder 10 €, für Gäste 20 €
Datum: Mittwoch, 25.02.2026
Uhrzeit: 18:00 Uhr
Ort: Musiksaal Goethe-Gymnasium , Seestraße 37, 71638 Ludwigsburg
!! Hinweis: Achtung: Leider ist bei der Erstellung des Flyers 2026 das letztjährige Datum mitverwendet worden - der richtige Termin für die Veranstaltung Lyrik am Stein ist der 27.03.2026. !!
Mitglieder der Goethe-Gesellschaft Ludwigsburg und Interessierte tragen vor dem Stein des guten Geschicks ausgewählte Gedichte vor.
Der Stein des guten Geschicks steht als eines der ersten nicht-figürlichen Denkmäler seit 1777 im Garten Goethes an der Ilm - und seit 2024 auch als Kopie vor dem Goethe-Gymnasium in Ludwigsburg. Die Goethe-Gesellschaft Ludwigsburg hat dieses Denkmal anlässlich der Tagung der Vorstände der Goethe-Gesellschaften Deutschlands in Ludwigsburg im Mai 2024 errichten lassen. Im Anschluss an die Jahresmitgliederversammlung 2026 (nichtöffentlich) werden Mitglieder und Interessierte ausgewählte Gedichte vortragen. Wer also z.B. die
Ringparabel von Lessing hören möchte, darf einfach dazu kommen.
Folgende Gedichte / Texte sind geplant:
- Rolf Bopp Lessing, Die Ringparabel
- Friederun Raugust Schiller, Der Handschuh
- Wolfgang Förster Goethe, Prolog im Faust
- Sonnja Wahl Rilke, Der Panther
- Marco Varl Goethe-Heine-Brecht
- Christel Rabe Goethe, Das Blümlein Wunderschön
Eintritt frei; keine Anmeldung erforderlich
weitere Informationen hier
Datum: Freitag, 27.03.2026
Uhrzeit: ab ca. 18:00 Uhr
Ort: vor dem Haupteingang des Goethe-Gymnasiums , Seestraße 37, 71638 Ludwigsburg
Inhalt des Theaterromanes
Der Kaufmannssohn Wilhelm Meister verlässt aus Liebe zu einer jungen Schauspielerin sein Elternhaus. Wohin er sich auch wendet, begegnet er reisenden Komödiantentruppen. Er übernimmt die finanzielle Bürgschaft für eine Schauspielergruppe, deren Kostüme gepfändet wurden, beginnt selbst Stücke zu schreiben und als Schauspieler aufzutreten. Als schließlich die Kasseneinnahmen verschwinden, rettet Wilhelm das Mädchen Mignon, das als Seiltänzerin eine Zuschauermenge unterhalten musste, und vermittelt der Truppe ein Engagement bei einem Grafen.
Wilhelm hofft, unter den Adeligen gebildete Persönlichkeiten mit echtem Kunstverständnis zu finden, doch seine Erwartungen werden enttäuscht, und die Schauspieler verlassen das gräfliche Schloss. Im Wald kommt es zu einem Überfall durch eine Räuberbande, bei dem Wilhelm nur mit Mühe sein Leben rettet. Er wird von einer engelsgleichen Unbekannten gepflegt, die ebenso rätselhaft verschwindet, wie sie erschienen ist.
In einem ärmlichen Dorf gestrandet, gelingt es Wilhelm ein letztes Mal, der Theatertruppe in der nächsten Residenzstadt ein Engagement zu verschaffen. Dort angekommen, wirbt man um sein theatralisches Talent, doch Wilhelm hängt noch immer der schönen Erscheinung seiner unbekannten Retterin nach …
Oliver Meyer-Ellendt über die Theatralische Sendung:
Eine Sommerreise auf dem Thespiskarren, eine ironische Liebeserklärung an fahrende Komödiantentruppen, eine Abrechnung mit der Arroganz adeliger Mäzene und ein sehnsuchtsvoller Blick hinter den Theatervorhang – all das ist Johann Wolfgang von Goethes kleiner Roman Wilhelm Meisters theatralische Sendung.
Der Roman entstand in den Jahren 1777 bis 1785 und blieb Fragment. Erst 1909 entdeckte der Ururenkel der Verfasserin Barbara Schulthess, die eine Abschrift angefertigt hatte, diese einzige erhaltene Version des Textes in ihrem Nachlass. Unverdientermaßen fristet das Werk bis heute ein Schattendasein als bloßer Vorläufer von Wilhelm Meisters Lehr- und Wanderjahren, ist dabei jedoch ein eigenständiger, einzigartiger Goethe-Text zwischen epischer Breite und köstlich karikierendem Realismus.
Oliver Meyer-Ellendt, Vita
Nach dem Studium der Literatur-, Kunst- und Musikwissenschaft arbeitete Oliver Meyer-Ellendt an den Bühnen von Münster, Kiel und Bremerhaven sowie am Stadttheater Gießen, wo er ab 1994 als Regieassistent im Musiktheater tätig war. Parallel leitete er das freie Opern-Ensemble „Kieler Opernkiste“ und realisierte zwei Staffeln Märchenfilme mit Elmar Gunsch. 1996 wurde er künstlerischer Leiter des Wetzlarer Kellertheaters, 2001 gründete er das StattTheater Wetzlar, das er bis heute als Autor und Regisseur prägt. Er verfasste fünfundzwanzig szenische Stadtführungen zu Goethes Aufenthalt in Wetzlar sowie weitere historische Kostümführungen in Weilburg, Braunfels und Nassau. Seit 2004 inszeniert er am Stadttheater Gießen, darunter Musiktheaterproduktionen mit dem Kinder- und Jugendchor sowie Bühnenfassungen von „König Ödipus“ und „Antigone“. Seit März 2025 ist Meyer-Ellendt Vorsitzender der Wetzlarer Goethe-Gesellschaft.
weitere Informationen hier
Eintritt frei; keine Anmeldung erforderlich; wir freuen uns über eine Spende.
Datum: Freitag, 24.04.2026
Uhrzeit: 18:00 Uhr
Ort: Musiksaal des Goethe-Gymnasiums Seestraße 37, 71638 Ludwigsburg
Die Goethe-Gesellschaft Ludwigsburg e.V. befasst sich nicht nur mit dem Werk und der Person Goethes, sondern auch mit lokalen und regionalen Schriftstellergrößen. Nach Friedrich Hölderlin und Christian Friedrich Daniel Schubart in den vergangenen zwei Jahren steht nun Christian Wagner aus Warmbronn bei Leonberg im Fokus. Im Laufe des Jahres präsentieren wir drei Veranstaltungen zu dem außergewöhnlichen bildungslosen Sonderling und Sprachgenius (1835 bis 1918).
Die erste Veranstaltung dazu führt uns nach Stuttgart ins DeinTheater:
Stefan Österle lässt uns mit seinem Spiel und mit seinen Rezitationen eintauchen in die wunderliche Gedankenwelt des Warmbronner Dichters und Denkers Christian Wagner.
Spieldauer : 90 Minuten
Bild : Katja Ritter
Kostüme: Michaela Knepper
Tierfiguren: Simone Mertz
Konzept: Friedrich Beyer
Der schwäbische Bauer und Dichter Christian Wagner aus Warmbronn bei Leonberg empfand sich als Lebewesen im Geflecht alles Lebendigen. Für ihn waren die Gestirne, die Erde, die Luft, das Wasser, die Tiere, die Pflanzen Teile eines Ganzen, und dieses Ganze war nur Ganzes, wenn alle Teile gleichberechtigt neben- und miteinander bestanden. Diese Haltung ist bis heute maßgebend für den Frieden in der Welt.
Es gibt Dichter, welche allen Bemühungen der Journalisten um ihre Berühmtheit siegreich widerstehen, schrieb Hermann Hesse über den Fürsprecher der wortlosen Flora und Fauna Christian Wagner.
Programm am 19.06.2026
14.40 Uhr Treffpunkt Bahnhof Ludwigsburg, Bahnsteig 3, S-Bahn 5 nach Stuttgart, Abfahrt 14.51 Uhr Umstieg im Hbf auf die U15 bis Haltestelle Olgaeck
16.00 Uhr DeinTheater / WortKino mit der Vorstellung Christian Wagner, Dichter und Bauer Die Vorstellung ist nur für uns vorgesehen.
18.00 Uhr Abendessen im Ambiente Africa mit einem Überraschungsmenue (und Mineralwasser)
20.01 Uhr Olgaeck Rückfahrt mit der U15 und der S-Bahn nach Ludwigsburg, Ankunft ca. 20.30 Uhr
Die ausführliche Ausflugs-Beschreibung mit Bildern finden Sie hier.
Detaillierte Information zu Christian Wagner finden Sie hier.
Termin: Freitag, 19.06.2026, 14.40 Uhr
Treffpunkt: Bahnhof Ludwigsburg, S-Bahn- Gleis 3, Abfahrt S5 nach S um 14.51 Uhr
Kosten: 55,- € für Mitglieder, 65,- € für Gäste und Interessierte – Der Beitrag schließt die oben genannten Programmpunkte ein.
Schriftliche Anmeldung per Anmeldeformular / per eMail erforderlich.
Stornobedingungen für Reisen mit der Goethe-Gesellschaft Ludwigsburg.
Die Goethe-Gesellschaft Ludwigsburg e.V. befasst sich nicht nur mit dem Werk und der Person Goethes, sondern auch mit lokalen und regionalen Schriftstellergrößen (Friedrich Hölderlin in 2023/24 und Christian Friedrich Daniel Schubart in 2025). 2026 steht nun Christian Wagner (1835 bis 1918) aus Warmbronn bei Leonberg im Fokus. Im Laufe des Jahres präsentieren wir drei Veranstaltungen zu dem außergewöhnlichen bildungslosen Sonderling.
Die zweite Veranstaltung dazu führt uns nach Warmbronn in seinen Geburts-, Wohn- und Sterbeort.
Die Christian-Wagner-Gesellschaft und Kurt Österle lassen uns mit Führungen, Spaziergängen, Vorträgen und Rezitationen eintauchen in die wunderlich-visionäre Gedankenwelt des Warmbronner Dichters und Denkers Christian Wagner.
Kurt Oesterle, geboren 1955 in Oberrot / Nordwürttemberg, Handwerkersohn; nach Abitur und Zivildienst Studium in Tübingen (Germanistik, Philosophie, Osteuropageschichte), 1989 Promotion über die „Ästhetik des Widerstands“ von Peter Weiss; Doktorvater: Walter Jens. Freiberufler seit damals, vor allem als Zeitungsautor u.a für die „Süddeutsche“ und das Tübinger „Tagblatt“ Er hat in den letzten zwei Jahrzehnten etliche Bücher veröffentlicht, so etwa die Romane „Der Fernsehgast“ (2002), „Der Wunschbruder (2014), „Martha und ihre Söhne“ (2016) sowie „Die Stunde, in der Europa erwachte“ (2019 und 2024); sodann die Reportagen- und Essaybände, z.B. über die RAF in Stammheim, über Sport, über Dichter wie Hölderlin, Johann Peter Hebel, Mörike, Thomas Mann … Kurt Oesterle wurde mit mehreren Preisen ausgezeichnet. Auf seiner Homepage www.kurt-oesterle.de finden sich noch weitere Essays zur deutschen Literatur, etwa die Sammlung „Heimatsplitter im Weltgebäude“, die von Interessierten kostenlos herunterzuladen ist. Seit 2017 auch zahlreiche Engagements in Schreibschulen wie dem „Studio Literatur und Theater“ in Tübingen, bei den Literaturwissenschaftlern an der Universität Bielefeld sowie bei Volkshochschulen und Autorenverbänden.
Kurt Österle über Christian Wagner
Der Warmbronner Bauer und Dichter Christian Wagner war unter Deutschlands Poeten nicht nur ein Sonderling, sondern auch ein Naturphilosoph und – vielleicht der letzte – Kosmologe. Dennoch gibt es bei ihm in Ton und Sichtweise leicht zu entdeckende Anklänge an bedeutende Vorläufer wie Goethe oder Mörike. Das Besondere an Wagner, der 1918 starb und in seinem Heimatort Warmbronn begraben liegt, freilich ist: wie er in der aufsteigenden und ausufernden Industriegesellschaft versucht, eine Verbindung des modernen Menschen zur Natur zu erhalten. Dazu beschwört er Zeile um Zeile eine ganzheitliche Emotionalität, die längst vom Absterben bedroht ist. Für ihn sind wir eben mehr als nur Angehörige einer Nation, einer Gesellschaftsschicht, einer Familie oder eines Berufsstands – nämlich lebende Wesen mit einem angeborenen Auftrag zu „werkthätigem Erbarmen“ gegenüber der Natur, den Tieren sowie unseren Mitmenschen.
Kurt Österle liest u. a. aus seinem Essay: Wo Sprachwunder aus den Wiesen steigen – Ein Besuch im württembergischen Warmbronn, dem Heimatort des Dichters Christian Wagner
Die komplette Reisebeschreibung mit Bildern finden Sie hier.
Programm am 23.07.2026
9.30 Uhr Treffpunkt ZOB Ludwigsburg, Bussteig 13/14/15, Abfahrt 9.45 Uhr nach Warmbronn mit Reiseunternehmen Kappus
10.30 Uhr Christian-Wagner-Haus, Besuch, Führung und Vortrag durch die Christian-Wagner-Gesellschaft
12.00 Uhr Mittagessen im Grünen Baum
14.00 Uhr Besuch von dem Literaturwissenschaftler und Autor Kurt Österle im Grünen Baum, Einführung
14.30 Uhr Spaziergang auf dem Christian-Wagner-Dichterpfad mit Begleitung durch Kurt Österle,
16.00 Uhr Vortrag und Lesung im CWHaus: Kurt Österle Christian Wagner – ein schwäbischer Buddhist
17.30 Uhr Abendessen in der Waldgaststätte
19.30 Uhr Rückfahrt mit dem Reisebus Kappus nach Ludwigsburg, Ankunft ca. 20.00 Uhr am ZOB
Termin: Donnerstag, 23.07.2026, 9:30 Uhr
Treffpunkt: ZOB Ludwigsburg, Bussteig 13/14/15, Abfahrt 9.45 Uhr
Kosten: 90,- € für Mitglieder, 100,- € für Gäste und Interessierte – Der Beitrag schließt die oben genannten Programmpunkte ein.
Schriftliche Anmeldung per Anmeldeformular / per eMail erforderlich.
Stornobedingungen für Reisen mit der Goethe-Gesellschaft Ludwigsburg.
Feier zum 277. Geburtstag Goethes am Sonntag, 30.08.2026 im Württemberger Hof
Rudolf Guckelsberger rezitiert Texte und Gedichte von Christian Wagner. Und wie gewohnt gibt es ein Menue nach Goethes Goût. Für das musikalische Rahmenprogramm sorgen dieses Mal Cello und Flöte (NN).
Es ist eine lange Tradition, dass wir den Geburtstag Goethes feiern, entweder am Tag seiner Geburt am 28. August 1749 oder am darauffolgenden Sonntag, heuer also am 30. August 2026.
„Zu dieser Geburtstagsfeier haben wir Rudolf Guckelsberger eingeladen, den wir schon von verschiedenen Veranstaltungen der Goethe-Gesellschaft Ludwigsburg kennen, als letztes bei „Schubart im Wirtshaus“ im September letzten Jahres in Aalen. Rudolf Guckelsberger kennt Christian Wagner und hat zusammen mit Kurt Österle Texte und Gedichte ausgewählt, die den eigenwilligen Dichter kennzeichnen; diese wird er bei der Feier vortragen.
Eine detaillierte Beschreibung inklusive Bilder finden Sie hier.
Termin: Sonntag, 30.08.2026, ab 17.30 Uhr
Ort: Schiller-Saal im Württemberger Hof, Bismarckstraße 24, 71634 Ludwigsburg
Eintritt: incl. Menue mit Mineralwasser 70,- € für Mitglieder, 80,- € für Gäste.
Anmeldung erforderlich:
telefonisch: +49 (0)7141 901354 (Werner Fleig)
oder per eMail: info@goethegesellschaft-ludwigsburg.de
Goethe und China rücken zunehmend ins Bewusstsein, auch z. B. für die Goethe-Gesellschaft in Weimar, DER Goethe-Gesellschaft in Deutschland:
Die Begegnung zwischen China und dem Westen bildet eines der aufregendsten Kapitel der Kulturgeschichte überhaupt. Nicht zuletzt wegen der Sprachbarrieren ungemein erschwert, entwickelte sich der Austausch in widersprüchlichen Etappen, in denen sich das jeweilige soziopolitische Klima widerspiegelt. Trotz aller Wechselfälle, die auch seine im Jahre 1898 begonnene Rezeptionsgeschichte begleiten, gilt Goethe in China bald als der größte deutsche Dichter überhaupt. Bis heute wird er intensiv übersetzt, kommentiert, paraphrasiert und dient chinesischen Schriftstellern als Quelle dichterischer Inspiration.
Dr. Manfred Osten sagt über seinen neuesten Vortrag:
War Goethe ein Chinese?
Drei Jahre vor seinem Tod hat Goethe mit seinem leider bislang wenig beachteten Gedicht – Zyklus „ Chinesisch-Deutsche Jahres - und Tageszeiten“ eingelöst, was er bereits 1813 seinem Urfreund Knebel offenbart hatte. Dass er nämlich das „ wichtige Land“ China für sich „ aufgespart habe“, um sich dorthin im „ Falle der Not zu flüchten“.
Dr. Manfred Osten, (Autor, ehemaliger Diplomat und Generalsekretär der Alexander von Humboldtstiftung mit 7 jähriger Fernost- Erfahrung) wird der Frage nachgehen: Was waren am Ende seines Lebens für Goethe die (metaphorischen) Gründe, sich im genannten Gedichtzyklus als chinesischer „ Mandarin“ zu outen?
Und welche Kongruenzen sind es, die Goethes Denken mit den nach wie vor konfuzianisch, also chinesisch geprägten Kulturen Südostasiens verbinden?
Was sind die Gründe der soeben in China stattfindenden stürmischen Goethe- Rezeption?
Zu Manfred Osten:
Dr. Dr. h.c. Manfred Osten, geb. 1938, Studium der Rechtswissenschaften, Philosophie, Musikwissenschaft und Literatur, Promotion 1969, Auswärtiger Dienst (1969 -1992), Presse- und Informationsamt der Bundesregierung (1993 -1994), Generalsekretär der Alexander von Humboldt-Stiftung in Bonn (seit 1995). Mit Alexander Kluge dreißig Fernseh-Gespräche zu Themen der Philosophie, Musik, Literatur, Geschichte, zu Japan.
Veröffentlichungen u. a.: »Gedenke zu leben! Wage es, glücklich zu sein!« oder Goethe und das Glück (2017); »Alles veloziferisch« oder Goethes Entdeckung der Langsamkeit. Zur Modernität eines Klassikers im 21. Jahrhundert (2013) und zuletzt "Goethes Prophetie der Welt als ‚großes Hospital‘", Wallstein-Verlag
weitere Informationen hier
Eintritt frei; keine Anmeldung erforderlich; wir freuen uns über eine Spende.
Datum: Freitag, 25.09.2026
Uhrzeit: 18:00 Uhr
Ort: Musiksaal Goethe-Gymnasium , Seestraße 37, 71638 Ludwigsburg
Ihre Freundschaft ist eine Sternstunde des deutschen Geistes:
Friedrich Schiller bringt seine Dramen mit Goethes Hilfe auf die Bühne. Johann Wolfgang von Goethe erlebt durch Schiller in Weimar seine zweite Jugend. Dennoch ist ihre gemeinsame Geschichte nicht frei von Konflikten: etwa Schillers Neid auf den bewunderten Goethe oder Goethes Angst vor dem Aufstieg Schillers. Trotz aller Gegensätze lernte Schiller in der Freundschaft, "dass es dem Vortrefflichen gegenüber keine Freiheit gibt als die Liebe". Und jeder der beiden sagte vom anderen: er sei ihm der wichtigste Mensch gewesen.
Rüdiger Safranskis Buch ist die spannend erzählte Biographie dieser für die Dichtung in Deutschland so wichtigen Begegnung.
Der Autor Rüdiger Safranski wurde am 1. Januar 2026 81 Jahre alt
Rüdiger Safranski, geboren 1945 in Rottweil, studierte Philosophie, Germanistik, Geschichte und Kunstgeschichte in Frankfurt am Main und in Berlin. Seit 1985 arbeitet er als freier Schriftsteller und wurde einem breiten Publikum vor allem durch seine Biographien über E.T.A. Hoffmann, Arthur Schopenhauer, Martin Heidegger, Friedrich Nietzsche, Friedrich Schiller, Johann Wolfgang von Goethe und Friedrich Hölderlin bekannt. Darüber hinaus verfasste er große philosophische Essays über menschliche Grundfragen wie das Böse, die Wahrheit oder die Zeit. Zuletzt erschien in diesem Jahr sein Buch über das Schreiben als Franz Kafkas Lebensform.
Dem Fernsehpublikum wurde Rüdiger Safranski seinerzeit vor allem durch die Sendung »Das Philosophische Quartett« im ZDF und durch den Schweizer »Literaturclub« vertraut.
Rüdiger Safranski, der heute in Badenweiler lebt, zählt zu Deutschlands prominentesten, intellektuellen Köpfen. Für sein in zahlreiche Sprachen übersetztes Werk wurde er u.a. mit dem Thomas-Mann-Preis (2014), mit dem Ludwig-Börne-Preis (2017) und dem Deutschen Nationalpreis (2018) ausgezeichnet.
Für Herbst 2025 arbeitet er an einem Buch über den menschlichen Geist im Schatten der Künstlichen Intelligenz.
weitere Informationen hier
Keine Anmeldung erforderlich.
Eintritt 5,- € für Mitglieder, 15,- € für Gäste;
Datum: Freitag, 23.10.2026
Uhrzeit: 18:00 Uhr
Ort: Musiksaal Goethe-Gymnasium , Seestraße 37, 71638 Ludwigsburg
Die Veranstaltung findet im Rahmen der Ludwigsburger WortWelten 2026 statt.
Der Veranstaltungsort wird noch zeitnah bekanntgegeben.
Es begann 1999 in Wetzlar: Zur Wiedereröffnung des Lotte-Hauses, dem Elternhaus der Charlotte Buff, der Goethe im Werther ein literarisches Denkmal setzte, wurde Schauspieler André Eisermann gebeten, aus "Die Leiden des jungen Werther zu lesen. Zusammen mit dem Pianisten und Komponisten Jakob Vinje entwickelte Eisermann eine Spoken Word Performance zu Goethes Sturm und Drang-Meisterstück: Über den zarten Kompositionen Vinjes stürzt sich Eisermann in Werthers Worte und Gedanken und in die unerwiderten Gefühle gegenüber Lotte.
Durch Eisermanns Interpretation werden Goethes Worte lebendig und eins deutlich:
Die Liebe, und das Leiden an ihr, sind eine zeitlose Angelegenheit.
Eigentlich als einmalige Veranstaltung geplant, wurde die Performance des vielfach ausgezeichneten Kaspar Hauser-Schauspielers ein Publikumshit: Mehr als 800 Mal haben Eisermann und Vinje in den vergangenen Jahren ihr Programm gespielt und bei BMG Wort ein Hörbuch veröffentlicht.
Die Presse ist voll des Lobes und überschlägt sich schier in der Kommentierung und im Komplimentieren der mitreißenden Darbietung der beiden Künstler – hier nur zwei Beispiele:
«Liebe und Leid - eine zeitlose Angelegenheit. Liebe, Verzweiflung und Leid bedienen sich einer universellen Sprache, die zeitlos ist. Wann haben Sie das letzte Mal im Theater geweint? Wenn Sie sich André Eisermanns »Die Leiden des jungen Werther« anhören, könnte es passieren. Nach seinen ersten Auftritten konnte er es selbst nicht fassen: Teenies kreischen, heulen Rotz und Wasser, trampeln, applaudieren, fordern Zugaben.»
Berliner Zeitung
«Goethe Werther Eisermann ist eine Veranstaltung nicht nur für Goethe-, Werther- und Eisermann-Fans, sondern erst recht für alle, die sich in der Schule durch Werther quälen müssen (oder mussten) und Goethe und dessen verknallten Selbstmörder bisher so gar nichts abgewinnen konnten. Davon wird man an diesem Abend ganz sicher kuriert.»
Rheingauer Weinbühne, September 2025
weitere Informationen hier
Keine Anmeldung erforderlich
Eintritt 30,- €, für Mitglieder verbilligt
Datum: Samstag, 14.11.2026
Uhrzeit: 18:00 Uhr
Ort: wird noch zeitnah bekanntgegeben.
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